Standardbewegung – Basiselemente

Die Standardbewegung besteht aus einer Vielzahl von Teilbewegungen. Zur Basis rechnet man nach Andi Hofmann 5 Basiselemente.

  • Nachgeben & Entkoppeln (langer Arm)
    • Zur Vorbereitung nachgeben, einen „langen Arm“ machen
    • Entkoppeln: Füße setzen ohne die Arme zu beugen
  • Treten
    • „Leise“ (entlastet) und präzise mit der Fußspitze
    • In kleinen Schritten
    • Ausreichend hoch
  • 2 Hände und 2 Füße
    • Beide Füße setzen
    • Greifhand lange am Griff belassen
  • Drüber und Rauf
    • Seitliche und vertikale Gewichtsverlagerung in einem Zug, in einer Bewegung ausführen
  • Greifen auf´s erste Mal
    • Ohne Abtasten von Griffmöglichkeiten greifen
    • Den Zielgriff möglichst ohne Nachruckeln präzise einpassen

Nachgeben & Entkoppeln

Mit dem Fassen des Zielgriffs wird nachgegeben und entspannt. Früher bezeichnete man dies als langen Arm. Nachgeben muss aber nicht unbedingt einen gestreckten, langen Arm bedeuten. Das Nachgeben ermöglicht ein besseres Blickfeld auf die Tritte und eine entspanntere Körperposition beim Setzen der Füße.

Entkoppeln meint, dass während des Setzens der Füße die nachgegebene Position am „langen Arm“ beibehalten wird. Es wird nicht synchron mit dem Fuß setzen mit dem Arm angezogen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung um später aus den Beinen zu klettern (s. Drüber und Rauf).

Treten

Das Treten soll präzise mit der Fußspitze erfolgen. Dabei kommt es darauf an entlastet zu treten, also einen Fuß durch seitliche Gewichtsverlagerung frei zu bekommen und diesen dann „leise“ zu setzen. Beim Antreten sollten möglichst kleine Schritte gemacht werden und die Füße ausreichend hoch gesetzt werden. Am Ende sind beide Füße gesetzt. Ich bezeichne das Antreten auch als Anlaufen in das „T“. Mit den Füßen wird mehrmals in Fallinie der Haltehand angetreten und dann beide Füße leicht gespreizt gesetzt.

Präzise Treten

Anlaufen ins „T“

Beide Füße

Am Ende des Füße setzens sind beide Füße gesetzt und beide Hände noch an den Griffen. Siehe Video Anlaufen ins „T“.

Drüber und Rauf

Wesentliches Merkmal einer guten Klettertechnik ist aus den Beinen zu klettern. Hierzu bedarf es einer guten Vorbereitung der eigentlichen Bewegung nach oben. Häufig wird versucht direkt zum Zielgriff zu ziehen. Leichter ist es fast immer erst eine seitliche Bewegung zu machen und sich dann aufzurichten. Das seitliche Verschieben wird von einem Bein unterstützt, das andere Bein erledigt das Aufrichten. Daher ist es wichtig beide Füße gesetzt zu haben. Im Überhang kann die seitliche Bewegung auch zur Wand hin erfolgen.

Das Drüber und Rauf sollte möglichst flüssig, in einem Zug, erfolgen.

Auf´s erste Mal greifen

Die gesamte Bewegung sollte zielgerichtet erfolgen, also zu Beginn sollte schon klar sein wohin ich greifen will. Dementsprechend muss ich meine Füße setzten usw. Der Zielgriff sollte daher auf das erste Mal gefasst werden. Wenn möglich ohne größeres Nachruckeln, korrigieren der Fingerposition.

Auf der folgenden Seite werden exemplarisch zwei Merkmale für Fortgeschrittene detaillierter beschrieben. Diese und weitere Elemente sind ausführlich im Buch Peak Perfomance beschrieben.

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